Unsere Luna ist, naja, sagen wir mal, ein wenig eigen. Besonders, wenn es um ihr Euter geht.
Meist eutert sie schon Wochen vor der Lammung auf und wird hysterisch, wenn irgendein Schaf auch nur in die Nähe kommt. Sie nimmt dann den Kopf 'runter und rast wie eine Irre durch den Stall.
Beim Melken ist es auch nicht so ganz einfach.
Damit die Schafe gerne auf den Melkstand gehen, bekommen sie dort auch ihr Futter. Wehe!!! ich berühre Luna's Euter, bevor sie alles aufgefressen hat! Dann gibt's Haue!
Nun hat Lunchen ja letzte Woche Mittwoch zwei schöne Lämmer zur Welt gebracht. Da sie schon zum 3. Mal Mutter ist und daher weiß, wie man Lämmer in einer Herde führt, wollte ich sie Freitag aus der Ablammbucht entlassen. Keine gute Idee. Sobald sich auch nur ein fremdes Lamm in Richtung Euter bewegte, flippte sie aus. Darum haben wir sie dann doch wieder in die Box gebracht.
Das eigentliche Drama begann Freitagabend. Luna's Mutterlamm brüllte in einer Tour und Luna rannte (soweit das in einer Ablammbox möglich ist) gehetzt durch die Gegend. Sämtliche Alarmglocken läuteten: Euterentzündung!
Also sofort das Halfter drauf und der Göttergatte musste, unter Einsatz des kompletten Körpergewichtes, das ausgetickte Wollmonster bändigen, damit ich das Euter begutachten konnte. Ergebnis: Nix! Bissel wenig Milch für mein 3-Liter-Schaf, aber ansonsten alles okay. Vorsichtshalber den Lämmern die Flasche aufgenötigt. Der Bock wollte nichts, das Mädel lernte recht schnell, dass das zwar anders schmeckt, aber durchaus genießbar ist.
Als wir am nächsten Morgen in den Stall kamen, brüllte das Mutterlamm, der Bock lag in der Ecke und schlief selig. Luna war wieder total hysterisch. Darum haben wir vorsichtshalber den Tierarzt "einfliegen" lassen. Diagnose: Das Schaf ist ein bisschen dürr (wir haben letzten Herbst massive Fütterungsfehler begangen - Asche auf mein Haupt), deshalb wenig Milch. Aber ansonsten kerngesund.
Bei längerer Beobachtung stellte ich dann fest, dass sie total glücklich ist, wenn der Bock am Euter hängt. Das Mädel wird gnadenlos verjagt.
Offenbar hat Luna beschlossen, dass ein Lamm genug ist. Etwas merkwürdig, nachdem sie beide fast zwei Tage hat trinken lassen, aber so ist es wohl. Nun haben wir noch ein Flaschenlamm...
Freitag, 30. März 2012
Mittwoch, 28. März 2012
Da waren's nur noch 2
Am Montag hat auch Harriet ihre Lämmer "ausgepackt". Nun warten wir nur noch auf Jolene und Hillary und dann ist die Lammerei für dieses Jahr geschafft.
Leider habe ich es noch nicht geschafft "Onkel Finley" zu fotografieren.
Das die Lämmer auf ihren Müttern herumklettern und mal versuchsweise an Ohren und Wolle kauen, das kennt man ja. Aber sie dürfen das auch mit Finley machen! Es ist einfach zu schön, wie geduldig unser Bock mit den Lämmern ist.
Ich bleibe auf jeden Fall dran. Vielleicht gelingt mir ja noch ein schönes Foto.
| Hershey's Nachwuchs |
| Zwei Mädels für Harriet |
| Eigentlich wollte ich Harriet's Lämmer fotografieren. Aber die beiden lagen einfach zu fotogen in der Gegend 'rum. |
Das die Lämmer auf ihren Müttern herumklettern und mal versuchsweise an Ohren und Wolle kauen, das kennt man ja. Aber sie dürfen das auch mit Finley machen! Es ist einfach zu schön, wie geduldig unser Bock mit den Lämmern ist.
Ich bleibe auf jeden Fall dran. Vielleicht gelingt mir ja noch ein schönes Foto.
Sonntag, 25. März 2012
Niedliches aus dem Kindergarten
Nachdem nun auch Hershey und Abby ihre Kinder an die frische Luft gesetzt haben, liegen nur noch drei Lammungen vor uns.
Da ich die "Neuankömmlinge" mit der Kamera noch nicht erwischt habe, gibt's stattdessen noch ein paar Kindergarten-Fotos.
Da ich die "Neuankömmlinge" mit der Kamera noch nicht erwischt habe, gibt's stattdessen noch ein paar Kindergarten-Fotos.
| Mittagsruhe |
| Herumtoben macht ja soooooo müde! |
| Was ist das? |
| Ah, ein prima Schlafplatz! |
| Irgendwie muss man doch da 'rauf kommen. |
| Sehr bequem, so 'ne Mutter |
| Siesta |
Donnerstag, 22. März 2012
Ist Lammen eigentlich ansteckend?
Eigentlich hatte ich ja damit gerechnet, dass Hailey als nächste dran ist. Aber Luna war es, die Dienstagabend unruhig wurde.
Also haben wir sie in eine Ablammbucht gepackt und wieder mal 2-Stunden-Kontrolle geschoben. Madam meinte dann aber, dass 4.30 Uhr früh genug ist. Ich finde das auch, denn Luna lammt ausgesprochen geräuschvoll und brüllt auch gerne mal die komplette Nachbarschaft aus dem Bett...
Letztes Jahr habe ich vor lauter Panik mal 'reingefühlt, weil ich dachte, da sei ein Monsterlamm in Horrorfehllage drin. Von wegen - ein winziger Einling, den sie beim Laufen hätte verlieren können und den sie dann auch problemlos ins Stroh geschubst hat.
Auch diesmal keine Probleme. Zwei proppere Lämmer erblickten, begleitet von lautem Geblöke, das Licht der Welt. Dieses Gebrüll mussten sie auch noch zwei weitere Stunden über sich ergehen lassen. Danach beruhigte Luna sich dann wieder. Die Lämmer sind vermutlich jetzt stocktaub...
Nachdem die kleine Familie versorgt war, freute ich mich wie verrückt auf einen Kaffee. Der fiel dann aber erstmal aus. Lucy musste in die nächste Box gebracht werden.
Diesmal war es nicht ganz so leicht. Nachdem sich 45 Minuten nach Erscheinen der Fruchtblase nichts getan hatte, war mal wieder Tasten angesagt. Schon wieder ein untergeschlagenes Vorderbein und ein zur Brust geneigtes Köpfchen. Aber das ist ja zum Glück kein größeres Problem. Mich wundert nur die Häufigkeit.
Das zweite Lamm brachte Mama dann alleine heraus.
Ich nutzte den Vormittag, um endlich mal den Kühlschrank aufzufüllen. Tja, und als ich um 12.00 Uhr mal wieder im Stall vorbei schaute, hatte Josy bereits zwei Lämmer am Euter, Hailey leckte eins trocken während sie das nächste gerade an die frische Luft setzte und Jamie lag in einer Ecke und stöhnte. Soviel zu meiner Mittagspause!
Alle Ablammbuchten waren belegt. Also Amy nebst Lämmern in Kindergarten 2 verfrachtet und Hailey in die Box gepackt. Draußen noch zwei Gatter gesucht und um Josy herum gebaut. Zuletzt noch April "ausgegattert" und daraus für Jamie eine Box gezimmert.
Das alles begleitet von infernalischem Gebrüll, weil die Wollbande auf's Mittagessen wartete.
Jamie's Lamm Nummer 1 kam problemlos, Nummer 2 hatte schon wieder ein untergeklapptes Vorderbein! Aber auch das haben wir gesund und munter "rausgeschraubt".
Nun warten wir nur noch auf 5 Damen. Das kann sich aber noch über 10 Tage verteilen und ich hoffe auch inständig, dass die sich noch 2 Tage Zeit lassen. Dann kann ich nämlich alle anderen aus den Boxen entlassen und habe für diese wieder Platz.
Also haben wir sie in eine Ablammbucht gepackt und wieder mal 2-Stunden-Kontrolle geschoben. Madam meinte dann aber, dass 4.30 Uhr früh genug ist. Ich finde das auch, denn Luna lammt ausgesprochen geräuschvoll und brüllt auch gerne mal die komplette Nachbarschaft aus dem Bett...
Letztes Jahr habe ich vor lauter Panik mal 'reingefühlt, weil ich dachte, da sei ein Monsterlamm in Horrorfehllage drin. Von wegen - ein winziger Einling, den sie beim Laufen hätte verlieren können und den sie dann auch problemlos ins Stroh geschubst hat.
Auch diesmal keine Probleme. Zwei proppere Lämmer erblickten, begleitet von lautem Geblöke, das Licht der Welt. Dieses Gebrüll mussten sie auch noch zwei weitere Stunden über sich ergehen lassen. Danach beruhigte Luna sich dann wieder. Die Lämmer sind vermutlich jetzt stocktaub...
Nachdem die kleine Familie versorgt war, freute ich mich wie verrückt auf einen Kaffee. Der fiel dann aber erstmal aus. Lucy musste in die nächste Box gebracht werden.
Diesmal war es nicht ganz so leicht. Nachdem sich 45 Minuten nach Erscheinen der Fruchtblase nichts getan hatte, war mal wieder Tasten angesagt. Schon wieder ein untergeschlagenes Vorderbein und ein zur Brust geneigtes Köpfchen. Aber das ist ja zum Glück kein größeres Problem. Mich wundert nur die Häufigkeit.
Das zweite Lamm brachte Mama dann alleine heraus.
| Das ist kein Lichtreflex. Lucy's Böckchen hat ein graues Ohr! |
Ich nutzte den Vormittag, um endlich mal den Kühlschrank aufzufüllen. Tja, und als ich um 12.00 Uhr mal wieder im Stall vorbei schaute, hatte Josy bereits zwei Lämmer am Euter, Hailey leckte eins trocken während sie das nächste gerade an die frische Luft setzte und Jamie lag in einer Ecke und stöhnte. Soviel zu meiner Mittagspause!
Alle Ablammbuchten waren belegt. Also Amy nebst Lämmern in Kindergarten 2 verfrachtet und Hailey in die Box gepackt. Draußen noch zwei Gatter gesucht und um Josy herum gebaut. Zuletzt noch April "ausgegattert" und daraus für Jamie eine Box gezimmert.
Das alles begleitet von infernalischem Gebrüll, weil die Wollbande auf's Mittagessen wartete.
Jamie's Lamm Nummer 1 kam problemlos, Nummer 2 hatte schon wieder ein untergeklapptes Vorderbein! Aber auch das haben wir gesund und munter "rausgeschraubt".
Nun warten wir nur noch auf 5 Damen. Das kann sich aber noch über 10 Tage verteilen und ich hoffe auch inständig, dass die sich noch 2 Tage Zeit lassen. Dann kann ich nämlich alle anderen aus den Boxen entlassen und habe für diese wieder Platz.
Dienstag, 20. März 2012
Lämmersegen
In den letzten Tagen hat's hier ordentlich Lämmer "gehagelt".
India musste leider unbedingt die "unbewachten" Stunden nutzen. Leider, weil ein Lamm nicht aus seiner zu dicken Eihaut herauskam. Nun hat sie nur eins.
Amy fand es total lustig, am Samstagmorgen um 2.30 Uhr zu lammen. Ich hatte sie doppelt und dreifach überwacht, weil sie letztes Jahr eine Schwergeburt mit Gebärmuttervorfall hatte. Diesmal ist alles gut gegangen.
Den Tierarzt wollte sie aber wohl trotzdem sehen, deshalb hatte sie etwas von der Nachgeburt zurückbehalten. Dank schneller Behandlung geht es ihr aber wieder hervorragend.
Amy's Lämmer wollten nicht fotografiert werden. Alle Bilder waren verwackelt. Ich versuch's morgen nochmal.
Nachmittags fand dann Henrietta, dass es Zeit wäre. Zeit hat sie sich dann auch gelassen. Zweieinhalb Stunden hat die Geburt gedauert! Erstlammende brauchen halt manchmal ein bissel länger. Und das zweite kam auch noch im Rückwärtsgang. Aber auch hier sind alle wohlauf.
Hermine überraschte mich Sonntagmorgen um 4.30 Uhr mit zwei trockenen und milchgefüllten Lämmern.
Vielleicht sollte ich mal die Zeiten der Kontrollgänge ändern. Manche tricksen mich einfach aus...
Dann war meine süße, hysterische April dran. Als ich gestern Morgen um 4.30 Uhr in den Stall schlich, sah es so aus, als ginge es gleich los. Also nicht mehr zurück ins Bett. Fehler!!! Ich hatte vergessen, dass Madam schon bei der ersten Senkwehe anfängt, imaginäre Lämmer abzulecken...
Gelammt hat sie dann endlich um 12.30 Uhr. Leider fiel dann auch die Mittagspause flach, denn wenn April gelammt hat, ist man erstmal 2 Stunden damit beschäftigt, die Lämmer vor ihrer Übermutter zu retten. Die haben kaum eine Chance zu trinken, weil April sie ständig ableckt und zwar mit solch einer Energie, dass es die Lämmer glatt von den Klauen haut. Sobald die Würmchen sich dann mal hinlegen, werden sie sofort wieder hochgescheucht. Aber nach einer Weile gewöhnt sie sich dann wieder dran und die ganze Sache geht etwas entspannter ab. Dann wird's erst wieder dramatisch, wenn die Lämmer abgesetzt werden. April brüllt sich dann nämlich heiser. Tatsache, die bekommt irgendwann keinen Ton mehr 'raus.
Auch die Bilder von April's Lämmern werden nachgereicht. Mama lässt Fotos derzeit nicht zu...
Jazzy war so nett, heute Morgen, nach dem Frühstück, loszulegen. Auch bei ihr waren es die ersten Lämmer und sie hat ein wenig überreagiert. Irgendwann drehte sie sich ständig um die eigene Achse, um die heraushängende Fruchtblase abzulecken! Offenbar glaubte sie, dass da ein Lamm zwischen ihren Hinterbeinen ist.
Ich habe dann das erste Lamm geholt, damit ihr nicht noch schwindelig wird... Das zweite benötigte auch Hilfe, da das linke Vorderbein unter den Körper geschlagen war. Zum Glück sind aber beide Lämmer nicht sehr groß. Das erleichterte die Geburtshilfe doch ungemein.
Vermutlich wird Hailey noch im Laufe des Abends lammen. Hoffe ich zumindest. Es könnte ja auch wieder 2.00 Uhr werden...
India musste leider unbedingt die "unbewachten" Stunden nutzen. Leider, weil ein Lamm nicht aus seiner zu dicken Eihaut herauskam. Nun hat sie nur eins.
Amy fand es total lustig, am Samstagmorgen um 2.30 Uhr zu lammen. Ich hatte sie doppelt und dreifach überwacht, weil sie letztes Jahr eine Schwergeburt mit Gebärmuttervorfall hatte. Diesmal ist alles gut gegangen.
Den Tierarzt wollte sie aber wohl trotzdem sehen, deshalb hatte sie etwas von der Nachgeburt zurückbehalten. Dank schneller Behandlung geht es ihr aber wieder hervorragend.
Amy's Lämmer wollten nicht fotografiert werden. Alle Bilder waren verwackelt. Ich versuch's morgen nochmal.
Nachmittags fand dann Henrietta, dass es Zeit wäre. Zeit hat sie sich dann auch gelassen. Zweieinhalb Stunden hat die Geburt gedauert! Erstlammende brauchen halt manchmal ein bissel länger. Und das zweite kam auch noch im Rückwärtsgang. Aber auch hier sind alle wohlauf.
Hermine überraschte mich Sonntagmorgen um 4.30 Uhr mit zwei trockenen und milchgefüllten Lämmern.
Vielleicht sollte ich mal die Zeiten der Kontrollgänge ändern. Manche tricksen mich einfach aus...
| Lamm Nr. 2 versteckt sich immer hinter Mama, darum hier nur eins |
Dann war meine süße, hysterische April dran. Als ich gestern Morgen um 4.30 Uhr in den Stall schlich, sah es so aus, als ginge es gleich los. Also nicht mehr zurück ins Bett. Fehler!!! Ich hatte vergessen, dass Madam schon bei der ersten Senkwehe anfängt, imaginäre Lämmer abzulecken...
Gelammt hat sie dann endlich um 12.30 Uhr. Leider fiel dann auch die Mittagspause flach, denn wenn April gelammt hat, ist man erstmal 2 Stunden damit beschäftigt, die Lämmer vor ihrer Übermutter zu retten. Die haben kaum eine Chance zu trinken, weil April sie ständig ableckt und zwar mit solch einer Energie, dass es die Lämmer glatt von den Klauen haut. Sobald die Würmchen sich dann mal hinlegen, werden sie sofort wieder hochgescheucht. Aber nach einer Weile gewöhnt sie sich dann wieder dran und die ganze Sache geht etwas entspannter ab. Dann wird's erst wieder dramatisch, wenn die Lämmer abgesetzt werden. April brüllt sich dann nämlich heiser. Tatsache, die bekommt irgendwann keinen Ton mehr 'raus.
Auch die Bilder von April's Lämmern werden nachgereicht. Mama lässt Fotos derzeit nicht zu...
Jazzy war so nett, heute Morgen, nach dem Frühstück, loszulegen. Auch bei ihr waren es die ersten Lämmer und sie hat ein wenig überreagiert. Irgendwann drehte sie sich ständig um die eigene Achse, um die heraushängende Fruchtblase abzulecken! Offenbar glaubte sie, dass da ein Lamm zwischen ihren Hinterbeinen ist.
Ich habe dann das erste Lamm geholt, damit ihr nicht noch schwindelig wird... Das zweite benötigte auch Hilfe, da das linke Vorderbein unter den Körper geschlagen war. Zum Glück sind aber beide Lämmer nicht sehr groß. Das erleichterte die Geburtshilfe doch ungemein.
| Auch hier habe ich bisher nur eins erwischt |
Vermutlich wird Hailey noch im Laufe des Abends lammen. Hoffe ich zumindest. Es könnte ja auch wieder 2.00 Uhr werden...
Donnerstag, 15. März 2012
Lucky's Riesenbaby
23.00 Uhr scheint wohl bei uns eine äußerst beliebte Ablammzeit zu werden.
Gestern Abend war es bei Lucky dann soweit.
Lucky ist 2 Jahre alt und es war ihre erste Lammung. Ich hatte schon befürchtet, dass sie nur einen Einling trägt, aber man hofft ja bis zuletzt.
Die Hoffnung war allerdings vergebens. Ich musste mal wieder 'ran. Und dieses Lamm saß wie ein Korken in der Flasche. Sowas hab' ich erst einmal erlebt, da war aber zum Glück der Tierarzt vor Ort. Diesmal nicht und auch keine Zeit mehr, ihn noch einfliegen zu lassen.
Lucky und ich haben geschuftet wie verrückt und ich hab' fast geheult, als der Kopf endlich durch war.
Normalerweise "flutscht" der Rest einfach hinterher, wenn Kopf und Schultern erstmal draußen sind, aber dieses Lamm musste ich ziehen bis der Popo auch durch war.
Lucky fing schon an zu blubbern und die Luft abzulecken, als der Kopf durch war. Und als das Lamm endlich vor ihr lag, hat sie wirklich alles gegeben. Sie hat es buchstäblich auf Hochglanz poliert.
Übrigens: it's a boy! Und so groß wie unsere 4 Wochen alten Lämmer!!!
Sobald die beiden in den Kindergarten können, werden wir ein Vergleichsfoto machen.
Gestern Abend war es bei Lucky dann soweit.
Lucky ist 2 Jahre alt und es war ihre erste Lammung. Ich hatte schon befürchtet, dass sie nur einen Einling trägt, aber man hofft ja bis zuletzt.
Die Hoffnung war allerdings vergebens. Ich musste mal wieder 'ran. Und dieses Lamm saß wie ein Korken in der Flasche. Sowas hab' ich erst einmal erlebt, da war aber zum Glück der Tierarzt vor Ort. Diesmal nicht und auch keine Zeit mehr, ihn noch einfliegen zu lassen.
Lucky und ich haben geschuftet wie verrückt und ich hab' fast geheult, als der Kopf endlich durch war.
Normalerweise "flutscht" der Rest einfach hinterher, wenn Kopf und Schultern erstmal draußen sind, aber dieses Lamm musste ich ziehen bis der Popo auch durch war.
Lucky fing schon an zu blubbern und die Luft abzulecken, als der Kopf durch war. Und als das Lamm endlich vor ihr lag, hat sie wirklich alles gegeben. Sie hat es buchstäblich auf Hochglanz poliert.
Übrigens: it's a boy! Und so groß wie unsere 4 Wochen alten Lämmer!!!
Sobald die beiden in den Kindergarten können, werden wir ein Vergleichsfoto machen.
Mittwoch, 14. März 2012
Hannah und Luise
Kann mir irgend jemand verraten, warum ich Nacht für Nacht in den Stall renne? Wenn eine Aue zu nachtschlafender Zeit lammt, dann garantiert in den zwei Stunden, in denen ich versuche, ein wenig Schlaf zu bekommen.
So auch gestern Morgen. Als ich um 4.30 Uhr in den Stall schlich, präsentierte Hannah, stolz wie Oskar, ihre beiden Bocklämmer, trocken und offensichtlich gesättigt. Ich musste die drei nur noch in ihr "Appartement" bringen, Mama füttern und Bauchnäbel desinfizieren.
Damit wir aber nicht auf den Gedanken kommen, dass die Lammzeit ein Waldspaziergang sein könnte, hat Luise gestern Mittag dann ein mittleres Drama inszeniert.
Ich machte mir schon eine Weile Sorgen um sie, denn sie war nur noch Haut und Knochen.
Luise frisst sehr, sehr langsam. Kein gesundheitliches Problem, haben wir schon abklären lassen. Sie frisst nur einfach nicht schnell. Das ist bei 19 Futterkonkurrentinnen, die ihr Futter quasi einatmen, nicht gut, da bekommt Schaf einfach zu wenig. Während der Weidesaison fällt das nicht weiter auf, Gras kann sie so langsam fressen, wie sie mag, ist ja genug da. Aber während der Stallzeit muss man um jedes Haferkorn kämpfen. Wir füttern sie schon seit ein paar Wochen separat zu, hat aber wohl nicht gereicht.
Gestern bei der Mittagsfütterung drängelte sie mit den anderen Schafen an den Futtertrögen. Hinten 'raus hing die geplatzte Fruchtblase! Also haben wir Luise in eine Ablammbox gebracht und gewartet. Keine Wehen!
Da ich nicht wusste, wann genau die Fruchtblase geplatzt war, habe ich nach einer halben Stunde kontrolliert und auf "halber Strecke" ein Lamm gefunden. Ich bin allerdings nicht so besonders gut darin, alleine durch Tasten herauszufinden, was genau ich da in der Hand habe...
Also beschoss ich, dass das ein Fall für unseren Tierarzt ist. Nur leider war der gerade im Begriff, eine bereits narkotisierte Katze zu kastrieren.
"Versuchen Sie es erstmal alleine. Wenn Sie die Beine nicht erwischen, versuchen Sie es am Kopf."
Klasse Idee! Der müsste doch wissen, wie glitschig die ganze Angelegenheit ist!
Also wieder in den Stall, mein Mann musste Luise festhalten und ich wieder bis zum Ellenbogen 'rein in das Schaf. Nochmal gaaaaaanz sorgfältig gefühlt und festgestellt, dass ich die ganze Zeit ein Ohr in der Hand hatte, weil der Kopf zur Seite geschlagen war. Außerdem war das rechte Vorderbein unter dem Körper. Kein Wunder, dass da nix voran ging.
Zum Glück ist Luise eine altgediente Mutter und ich habe sehr schmale Hände, denn um alles zu korrigieren, musste ich zeitweise beidhändig arbeiten. Am Ende hatte ich das Lamm dann aber "'rausgeschraubt" und es lebte!!!! Nochmal gefühlt und natürlich war noch ein zweites drin. Diesmal mit dem linken Vorderbein untergeschlagen. Auch dieses Lamm habe ich lebendig ans Tageslicht befördern können.
Tja, und Luise? War total überfordert. Die hatte überhaupt keine Ahnung, woher diese Lämmer kommen. Keine Wehen - keine Lämmer. Und fix und alle war sie auch.
So mussten wir die Lämmer trocken schrubben.
Dann fing das erste an zu quäken und ich hab's mal versuchsweise an die Mama gedockt. Und prompt begann Luise zu "blubbern" und das zweite Lamm abzulecken. Hurra!!!
Abends war der Tierarzt dann noch da, um zu kontrollieren, dass nichts kaputt gegangen ist und Luise hat noch etliche Aufbauspritzen bekommen.
Heil geblieben ist alles, aber leider hat sie sehr wenig Milch, ich muss noch ein bisschen zufüttern. Aber sie kümmert sich toll um ihre beiden Jungs - ja, schon wieder 2 Böcke - und ich hoffe, dass mehr Milch kommt, sobald es ihr besser geht.
Wir werden aber versuchen, für Luise ein neues Zuhause in einer kleinen Schafgruppe zu finden. In einer Herde von mehr als 3 Schafen geht sie einfach unter.
Falls also jemand ein ausgesprochen liebenswertes und anhängliches Schaf sucht und ihm ein Leben als Rasenmäher mit ein oder zwei Gesellschafterinnen bieten kann - bitte melden.
Und hier noch ein paar aktuelle Fotos aus dem "Kindergarten":
So auch gestern Morgen. Als ich um 4.30 Uhr in den Stall schlich, präsentierte Hannah, stolz wie Oskar, ihre beiden Bocklämmer, trocken und offensichtlich gesättigt. Ich musste die drei nur noch in ihr "Appartement" bringen, Mama füttern und Bauchnäbel desinfizieren.
| Hilfe, das Ohr juckt! |
| Auf Schwarz ist der Milch-Schiss so richtig dekorativ... |
Ich machte mir schon eine Weile Sorgen um sie, denn sie war nur noch Haut und Knochen.
Luise frisst sehr, sehr langsam. Kein gesundheitliches Problem, haben wir schon abklären lassen. Sie frisst nur einfach nicht schnell. Das ist bei 19 Futterkonkurrentinnen, die ihr Futter quasi einatmen, nicht gut, da bekommt Schaf einfach zu wenig. Während der Weidesaison fällt das nicht weiter auf, Gras kann sie so langsam fressen, wie sie mag, ist ja genug da. Aber während der Stallzeit muss man um jedes Haferkorn kämpfen. Wir füttern sie schon seit ein paar Wochen separat zu, hat aber wohl nicht gereicht.
Gestern bei der Mittagsfütterung drängelte sie mit den anderen Schafen an den Futtertrögen. Hinten 'raus hing die geplatzte Fruchtblase! Also haben wir Luise in eine Ablammbox gebracht und gewartet. Keine Wehen!
Da ich nicht wusste, wann genau die Fruchtblase geplatzt war, habe ich nach einer halben Stunde kontrolliert und auf "halber Strecke" ein Lamm gefunden. Ich bin allerdings nicht so besonders gut darin, alleine durch Tasten herauszufinden, was genau ich da in der Hand habe...
Also beschoss ich, dass das ein Fall für unseren Tierarzt ist. Nur leider war der gerade im Begriff, eine bereits narkotisierte Katze zu kastrieren.
"Versuchen Sie es erstmal alleine. Wenn Sie die Beine nicht erwischen, versuchen Sie es am Kopf."
Klasse Idee! Der müsste doch wissen, wie glitschig die ganze Angelegenheit ist!
Also wieder in den Stall, mein Mann musste Luise festhalten und ich wieder bis zum Ellenbogen 'rein in das Schaf. Nochmal gaaaaaanz sorgfältig gefühlt und festgestellt, dass ich die ganze Zeit ein Ohr in der Hand hatte, weil der Kopf zur Seite geschlagen war. Außerdem war das rechte Vorderbein unter dem Körper. Kein Wunder, dass da nix voran ging.
Zum Glück ist Luise eine altgediente Mutter und ich habe sehr schmale Hände, denn um alles zu korrigieren, musste ich zeitweise beidhändig arbeiten. Am Ende hatte ich das Lamm dann aber "'rausgeschraubt" und es lebte!!!! Nochmal gefühlt und natürlich war noch ein zweites drin. Diesmal mit dem linken Vorderbein untergeschlagen. Auch dieses Lamm habe ich lebendig ans Tageslicht befördern können.
Tja, und Luise? War total überfordert. Die hatte überhaupt keine Ahnung, woher diese Lämmer kommen. Keine Wehen - keine Lämmer. Und fix und alle war sie auch.
So mussten wir die Lämmer trocken schrubben.
Dann fing das erste an zu quäken und ich hab's mal versuchsweise an die Mama gedockt. Und prompt begann Luise zu "blubbern" und das zweite Lamm abzulecken. Hurra!!!
Abends war der Tierarzt dann noch da, um zu kontrollieren, dass nichts kaputt gegangen ist und Luise hat noch etliche Aufbauspritzen bekommen.
Heil geblieben ist alles, aber leider hat sie sehr wenig Milch, ich muss noch ein bisschen zufüttern. Aber sie kümmert sich toll um ihre beiden Jungs - ja, schon wieder 2 Böcke - und ich hoffe, dass mehr Milch kommt, sobald es ihr besser geht.
Wir werden aber versuchen, für Luise ein neues Zuhause in einer kleinen Schafgruppe zu finden. In einer Herde von mehr als 3 Schafen geht sie einfach unter.
Falls also jemand ein ausgesprochen liebenswertes und anhängliches Schaf sucht und ihm ein Leben als Rasenmäher mit ein oder zwei Gesellschafterinnen bieten kann - bitte melden.
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